In diesem Jahr brauchten die verwegenen Raubritter die Hilfe der vielen mutigen Kinder dringender als je zuvor.

Während die Räuber im Siegerland – und Wittgenstein wichtigen Aufgaben nachgingen, hatte sich auf der Ginsburg ein riesiger roter Feuerdrache niedergelassen.

Und der war alles andere als freundlich…

Lest und hört hier die ganze Geschichte

 


Das Abenteuer zum nachlesen – und hören:

Hans Hübner und der Feuerrote Drache

(Mit Stimmen und Musik von ***)

Klickt „Play“ für die Einleitung in die Geschichte:

Die Räuberbande kehrt zurück

Nach einem langen „Arbeitstag“ sind die Raubritter ausgelaugt, aber fröhlich. Nur Hartwig hat wieder was zu meckern: „Da wollte ich in meinem Lieblings-Gasthof ein Feierabend Bier trinken … aber der Gasthof ist bis auf die Grundmauern abgebrannt!“

„Kein Problem!“, meint Methild. „Bier haben wir auch in der Vorratskammer der Ginsburg noch genug!“

Doch als die Raubritter grade ihre Burg betreten wollen um den Abend räuberhaft ausklingen zu lassen, brüllen die Kinder: „Da ist ein Drache in der Burg!“ Da schaltet sich der Burgherr ein:“ Drache?! In meiner Burg? Das ich nicht lache – es gibt doch gar keine Drachen!“

Doch die Raubritter haben auf dem Heimweg viele verbrannte Bäume gesehen…

„Hartwig, Otto!“, brüllt Hübner. „Los guckt nach ob die Luft rein ist!“

Ein Drache in der Ginsburg

Otto und Hartwig könne zunächst keinen Drachen finden und erklären die Luft für rein. Hübner ist sich noch unsicher und ordnet an, dass alle Raubritter die Burg durchsuchen sollen. Sogar er selber hilft mit.

Da dröhnt ein lautes Grollen durch die Ginsburg…

„Drache in der Burg, lauft um euer Leben!“brüllt Hartwig, während die Räuber an ihm vorbei aus dem Tor stürmen. Hans Hübner flieht als letzter und muss noch seinen alten Vater Rudolf retten, der sich vor Schreck an die Brücke klammert.

Raubzugbeobachtungsstuhl

Kaum ist der erste Schreck verflogen, hat Hübner eine geniale Idee (wie er findet):

Wenn er schon vor der Burg hocken muss, dann doch wenigstens bequem.

Also schickt er seine armen Torwachen nochmal zurück in die Burg um seinen „Raubzugsbeobachtungsstuhl“ zu retten.

Die beiden finden die Idee eher geisteskrank:“ Da sollen wir nochmal rein? Da kriegen uns keine 10 Pferde rein, da liegt ein Drache!“

Doch Hübner findet ungehorsam überhaupt nicht gut und schickt seine liebe Gemahlin Methild mit dem Nudelholz auf die beiden los. Gegen die kräftigen Schläge Methilds hilft auch kein Kettenhemd mehr und so schleichen sich Otto und Hartwig durchs Tor in die „Drachenburg“.

 

Hartwig und Otto kommen mit dem brennenden! Stuhl aus der Burg gerannt, der Drache ist ihnen direkt auf den Fersen, kommt aus dem Tor und spuckt Feuer.

Auf den Mauern lassen sich in schwarz gewandte Krieger blicken, die ein Drachensymbol auf der Brust tragen.

Krisengespräch: Woher kommen Drachen überhaupt?

Hans Hübner ist verwirrt: Wie kommt der Drache in seine Burg und woher kommen Drachen denn überhaupt?

„Aus Eiern“, rufen die Kinder. „Hää? In ein Hühnerei passt ein Drache?“

Da schaltet sich Ida, die schlaue Nonne ein:“ Ich habe gelesen, dass Drachen aus Dracheneiern schlüpfen. Die sind mindestens sooo groß!“

Methild ruft aufgeregt dazwischen:“ Vor kurzem war ich auf dem Wochenmarkt in Geisweid..äh…“einkaufen“ und habe gesehen wie 3 alte, mysteriöse Frauen 2 große Eier bei einem seltsamen Händler gekauft haben. Ein Ei war tiefschwarz und eines strahlend weiß!“

Schon wieder die blöden Hexen!

Johanna, die Jägerin von Hans Hübner hat einen Einfall:“ Genau solche alten Frauen habe ich unten im Wald gesehen!“

Um dem Drachen nicht weiter aufzufallen benutzen die Raubritter auf Hübners Geheiß einen Geheimweg durch den Wald. Johanna kennt sich aus und führt Kinder, Eltern und Raubritter durch den dichten Wald.

Schon von weitem hören Sie die 3 Hexen gackern und schnattern. Sie tanzen um einen Kessel herum und brauen dubiose Tränke. Als Hans Hübner die Weiber sieht, läuft ihm ein kalter Schauer den Rücken hinab. Diese Hexen hatten ihm und seinen Räubern doch letztes Jahr schon das Leben schwer gemacht.

Also weigert er sich mit den Hexen zu sprechen und die Kinder müssen eine „Flüster-Schlange“ von Hans Hübner bis zu den Hexen bilden. Doch die Nachrichten kommen nur falsch oder gar nicht an und Hans Hübner platzt der Kragen: Er verlangt sofort die Rausgabe des weißen Dracheneis, das seine scharfen Augen schon längst hinter dem Hexenkessel entdeckt haben.

Nach langer Verhandlung steht ein Abkommen: Hübner bekommt das Drachenei und wird endlich ein Drachenkrieger und die Hexen bekommen ihren Besen zurück, den Hübner ihnen im letzten Jahr abgenommen hatte. Außerdem helfen die Hexen den Räubern, denn nur sie kennen den Zauber um den Drachen zum Schlüpfen zu bringen.

Der liebe Drache

Die Gemeinschaft zieht also weiter, zum Altar der Hexen. Dort befragt Hübner kurz das Drachenei, ob denn auch ein lieber Drache darin wohnt. Und ja der Drache antwortet aus dem Ei, er sei ein guter Drache mit der Lieblingsfarbe Grün und sein Lieblingsessen seien kleine weiße Mäuse.

Davon hat Hübner auf der Ginsburg genug und gibt den Hexen ein Zeichen. Diese fangen an zu tanzen und zu singen. Alle Kinder und Raubritter müssen mittanzen und tatsächlich: Da schlüpft mit lauten Knacken ein kleiner, grüner Drache aus dem Ei!

Wie besiegt man einen Feuerdrachen?

Der kleine Drache ist nicht nur freundlich, sondern vor allem auch schlau. Er weiß zu berichten, dass man einen roten Feuerdrachen nur mit einem Spiegelschild und einem Flammenschwert besiegen kann.

„Spiegelschild?! Meinst du etwa dieses Spiegelschild?“, brüllt der Hauptmann der Drachenkrieger und stürzt mit seinen Leuten aus dem Gebüsch hervor. Die Raubritter reagieren schnell und liefern sich einen heftigen Kampf mit den Drachenkriegern, doch der Hauptmann blendet alle Räuber mit seinem Spiegelschild und macht diese kampfunfähig.

Kampfeslist

Hübner ruft zum Kriegsrat und befiehlt Otto und Walram (Wildhüter Hübners), die Drachenkrieger abzulenken, bis ein Plan erdacht ist. Währen Hübner mit seiner Jägerin Johanna berät, stolpern und fallen Walram und Otto, geblendet vom Drachenschild und zur Belustigung der Zuschauer, ständig um. Aber da steht auch schon der Plan:

Die beiden Söhne des Hans Hübners, Walter und Godehart, schleichen unter ein altes Wildnetz der Jägerin, das in den Bäumen hängt. Dort verhöhnen sie lauthals den Drachenhauptmann. Dieser ist empört und läuft unter das Netz. Da kommt der Pfeil der Jägerin Johanna geflogen und das Netz begräbt den Hauptmann samt Spiegelschild unter sich.

Mit dem gewonnenen Spiegelschild gelingt es den Räubern, nach einem weiteren spannenden Kampf, die Drachenkämpfer zu vertreiben.

Bei der Feldschmiede

Nun fehlt noch das Flammenschwert. Das will sich Hübner einfach selber schmieden (lassen). Sein Vater Rudolf erinnert sich an seine alte Feldschmiede hinter der Schenke. Auf dem Weg dorthin sammeln die Kinder im Wald die Zutaten für das Schwert auf: Alte Metallteile und Brennmaterial.

Doch kaum ist die Esse angeheizt fällt auf: Das Feuer ist nicht heiß genug um ein Drachenschwert zu schmieden. Doch als der kleine Drache sein Feuer einsetzen soll, fällt ein Problem auf: Der liebe Drache hat ein Stück Eierschale verschluckt und kann kein Feuer spucken. Also müssen die Kinder mit einem alten Blasebalg das Feuer anheizen und Rudolf kann endlich das Schwert fertig schmieden.

Das Finale

Hans Hübner ist jetzt also ein mächtiger Drachenbezwinger, ausgestattet mit Flammenschwert und Spiegelschild. Er befiehlt Hartwig seine Krieger um die Burg zu führen und die Mauer von den Drachenkriegern zu befreien, während er selbst den großen Drachen am Tor mit Schwert und Schild bekämpfen will.

Hartwig führt die Raubritter in die Schlacht, es fliegen Pfeile, eine Leiter wird an den Wall gestellt und der Kampf auf der Mauer entbrennt. Den Raubrittern gelingt es nur knapp die Drachenkrieger zu besiegen.

Nun kann Hans Hübner mithilfe des kleinen Drachen endlich den großen Drachen zum Kampf herausfordern.

Doch dieser weigert sich das Tor zu öffnen:

 

Doch nach einem kräftigen Schlag auf den Rücken des kleinen Drachen spuckt dieser die Eierschale aus und kann wieder Feuer einsetzen. Damit gelingt es Hübner das Tor aufzusprengen und der böse Drache muss sich zeigen. Er ist wütend, spuckt Feuer und zaubert dass es nur so knallt.  

Doch Hans Hübner greift an und kann mit dem Flammenschwert (das mit dem Drachenfeuer seines lieben Drachen brennt) und dem Spiegelschild den bösen Drachen endlich besiegen – Der Drache wurde zu Stein.

 

Hans Hübner feierte daraufhin, wie nach jedem Abenteuer, ein großes Fest und ließ seine Goldmünzen an die Kinder verteilen.

Der Drache steht nun als Statue im großen Saal der Raubritter und wird von Methild dort oft als Wäscheständer benutzt.

Was ein Abenteuer!

 

Die Schloßberg-Raubritter bedanken sich bei allen die den weiten Weg zur gefürchtetsten Burg des Siegerlandes auf sich genommen haben um Hans Hübner und seiner Bande bei dem „kleinen“ Problem mit dem Drachen zu helfen und den Goldschatz der Raubritter zu retten.
Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

 

*** Ein herzliches Dankeschön geht an

Stimmen:

Ann-Christin-Schmidt (Radio Siegen)

Wilfried Niesar (Schlossberg Raubritter)

Musik:

Adrian von Ziegler 

BrunuhVille

Kevin MacLeod (Incompetech)

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